Die 7 Todsünden im Employer Branding und wie Sie es besser machen

Corinna Pommerening » Blog » Employer Branding » Die 7 Todsünden im Employer Branding und wie Sie es besser machen

Die „sieben Todsünden im Employer Branding“, also was Arbeitgeber im Kontext ihrer Employer Branding-Aktivitäten unbedingt vermeiden müssen, verdeutlichen wie wichtig die strategische Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeitgebermarke und die konsistente Ableitung von zielführenden Aktitvitäten sind. Erfahren Sie hier mehr über die 7 Todsünden im Emplyoer Branding und wie Sie als Arbeitgeber diese Gefahren abwenden können:

  1. Inkonsistenz und Mangel an Authentizität
    Eine authentische Darstellung Ihrer Unternehmenskultur und Werte ist essentiell. Vermeiden Sie es, eine Fassade zu erschaffen, die mit der Realität im Unternehmen nicht übereinstimmt. Mitarbeitende und Bewerber suchen nach Transparenz, Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit. Zeigen Sie echte Einblicke in Ihr Unternehmen, um Vertrauen und Authentizität zu stärken.
  2. Unklare und nicht zielgruppenorientierte Stellenausschreibungen
    Stellenausschreibungen sollten nicht nur klar und verständlich sein, sondern auch die Sprache Ihrer Zielgruppe sprechen. Setzen Sie sich vorab mit Ihren Bewerber-Zielgruppen und deren Erwartungen und Werten auseinander, indem Sie hierfür mit Personas (fiktive und detaillierte ausgearbeitete Zielgruppen-Beschreibungen) arbeiten. Fordern Sie direkt die kostenlosen Persona-Templates hier an. Auf der Basis von erstellten Candidate- und Employee Personas können Sie Anzeigen personalisieren und direkt auf die Bedürfnisse und Wünsche potenzieller Bewerber eingehen. Dies erhöht die Relevanz Ihrer Botschaften und verbessert die Resonanz bei den Bewerbern.
  3. Komplizierter Bewerbungsprozess und verzögerte Kommunikation
    Bewerbungsprozesse sollten nicht nur einfach und intuitiv, sondern auch responsiv gestaltet sein. Schnelles Feedback und eine offene, transparente Kommunikation zeigen Wertschätzung und Respekt gegenüber den Bewerbern. Ein transparenter und effizienter Prozess reduziert Frust und verbessert das Bewerbererlebnis – so wird die Candidate Experience zu einem wesentlichen Erfolgskator Ihres Employer Brandings.
  4. Fehlende Wertschätzung und Einbindung der Mitarbeitenden
    Eine Kultur der Anerkennung und des Engagements fördert nicht nur die Zufriedenheit und Produktivität, sondern auch die Bindung an das Unternehmen. Regelmäßiges Feedback, gemeinsame Offsites und Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung sind entscheidend, um Mitarbeitende langfristig zu motivieren und an das Unternehmen zu binden.
  5. Vernachlässigung des Onboarding-Prozesses
    Der Onboarding-Prozess ist Ihre Chance, einen starken ersten Eindruck zu hinterlassen und die Grundlage für eine erfolgreiche Mitarbeit zu legen. Ein umfassender, individueller und informativer Pre- und Onboarding-Prozess hilft neuen Mitarbeitenden, sich schneller einzuleben und fördert von Beginn an ein Gefühl der Zugehörigkeit und Vertrautheit.
  6. Mangel an Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion
    Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (abgekürzt als „DEI“) sind nicht nur moralische Imperative, sondern auch betriebliche Notwendigkeiten. Unternehmen, die ein vielfältiges und inklusives Arbeitsumfeld fördern, profitieren von einer breiteren Palette an Perspektiven, Innovationen und Problemlösungsfähigkeiten. Stellen Sie sicher, dass Ihre DEI-Bemühungen tief in der Unternehmenskultur verwurzelt sind und überprüfen Sie diesbezüglich Ihre Rekrutierungspraktiken, um vielfältige Bewerber anzusprechen und Ihren Bewerberpool zu erweitern.
  7. Unzureichende Online-Präsenz und Online-Reputationsmanagement
    In einer zunehmend digitalen Welt ist die Online-Präsenz Ihres Unternehmens oft der erste Berührungspunkt für potenzielle Bewerber. Eine aktive und positive Online-Präsenz hilft, Talente anzuziehen, die Awareness für Ihre Arbeitgebermarke zu stärken und die potenziellen Kandidaten in den Bewerbungsprozess zu überführen. Nutzen Sie Social Media, Blogs und Ihre Website, um Ihre Unternehmenskultur, Erfolge und DEI-Initiativen zu teilen. Überwachen Sie aktiv das Feedback und die Wahrnehmung Ihres Unternehmens, um schnell auf Meinungen und Kritik reagieren zu können und das Vertrauen in Ihre Marke zu stärken.

Diese „Todsünden“ verdeutlichen die Relevanz eines ganzheitlichen, identitätsbasierten und durchdachten Employer Branding-Ansatz, der darauf abzielt, sowohl intern als auch extern eine starke und positive Arbeitgebermarke aufzubauen.

Sie möchten konkret an Ihrer Arbeitgeber arbeiten und zu Ihrem Unternehmen passende Employer Branding-Aktivitäten anschieben, um dem Fachkräftemangel die Stirn zu bieten? Dann lassen Sie uns darüber sprechen, wie ich Sie als zertifizierte Employer Branding-Managerin mit einem kompakten Employer Branding-Workshop oder einer kontinuierlichen Employer Branding-Begleitung zielführend unterstützen kann.

Auf LinkedIn teilen
Auf Xing teilen
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Via WhatsApp teilen
Via E-Mail teilen

Mehr über Corinna Pommerening

Corinna Pommerening ist Bankbetriebswirtin, professionelle Vortragsrednerin und Impulsgeberin, zertifizierte Employer Brand Managerin, Autorin von mehreren Fachbüchern und Podcasterin.

Da Sie "Die 7 Todsünden im Employer Branding und wie Sie es besser machen" gelesen haben, könnten Sie folgende Beiträge ebenso interessieren:

Wenn es darum geht, die Weichen für langfristigen Unternehmenserfolg zu stellen und qualifizierte Talente das wertvollste Gut eines Unternehmens darstellen, spielt die Mitarbeiterbindung – oder Retention – eine Schlüsselrolle. In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung einer starken Führung deutlich: Leadership verbindet nicht nur Branding, Bindung und Erlebnis, sondern setzt auch...

Sustainable Finannce: Nachhaltigkeit als Chance für Banken und Finanzdienstleister Der Finanzsektor ist gefordert einen bedeutenden Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. Sustainable Finance und Nachhaltiges Banking müssen zum neuen Standard werden. Losgelöst vom EU-Regulierungsrahmen und nationalen Aufsichtsvorschriften fordern auch die Stakeholder der Finanzindustrie zum Beispiel institutionelle Anleger, Ratingagenturen...

Dänemark ist Spitzenreiter bei der Teilnahmehäufigkeit der 55- bis 64-jährigen Frauen und Männer an weiterqualifizierenden Maßnahmen. In Italien, Frankreich, Deutschland, Norwegen und Großbritannien nimmt dagegen nicht einmal die Hälfte der Älteren an einer Bildung bzw. Weiterbildung teil. Für alle Vergleichsländer gilt, dass die Teilnahme an Weiterbildung mit dem Alter teilweise sehr deutlich abnimmt. Die Akzeptanz des Lebenslangen Lernens bei den 55 Jahre...

Der kooperative Führungsstil hat in den letzten Jahren essenziell an Bedeutung gewonnen und ist in vielen Organisationen fest verankert. Immer mehr Führungskräfte erkennen die Vorteile und Potenziale einer kooperativen Führung, die darauf abzielt, Mitarbeitende aktiv einzubeziehen, sie zu motivieren und ihre Fähigkeiten zu fördern, anstatt autoritär zu führen oder rein...